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Veröffentlicht am 30­.01.2026

Synodaler Weg / Absage Woelki

„Kardinal Woelki schadet der ganzen Kirche mit seiner Absage an den Synodalen Weg“

Wir sind Kirche-Pressemitteilung, München, Stuttgart, 30.1.2026

Wir sind Kirche ist empört über das respektlose Verhalten von Kardinal Rainer-Maria Woelki gegenüber allen Teilnehmenden des Synodalen Weges und allen Katholikinnen und Katholiken, die ihre Hoffnung auf eine missionarische Erneuerung der Kirche durch den Synodalen Weg setzen. Am 27. Januar 2026, also zwei Tage vor der sechsten und letzten Synodalversammlung in Stuttgart, gab Kardinal Woelki seine Absage bekannt und verweigerte mit dieser Entscheidung genau das, was er in seiner Begründung vorgibt, nämlich das gemeinsame Gespräch. Auch die Kölner Weihbischöfe nehmen an der Synodalversammlung in Stuttgart nicht teil.

Mit seiner Entscheidung manifestiert Kardinal Woelki seine selbstgewählte Rolle als Außenseiter und kommunikationsunfähiger Kardinal, der sich in die Selbstisolierung begibt. Er zeigt damit seine mangelnde Bereitschaft zum Miteinander und zum Gespräch. Er ist es, der das Gespräch und das gemeinsame, ernsthafte Ringen um die Zukunft der deutschen Kirche ausschlägt.

Stefan Herbst, Wir sind Kirche-Sprecher in der Erzdiözese Köln betont: „Kardinal Woelki handelt wie ein absolutistischer Kirchenfürst, nicht wie ein verantwortungsvoller Bischof unserer Zeit, der mit den Menschen geht. Sein Verhalten spiegelt auch sein selbstherrliches Verhalten in der Kölner Erzdiözese wider. Er spaltet statt zu einen. Er ist unfähig, sein Bischofsamt im Miteinander zu verstehen und auszuüben. Er hört nicht wirklich zu, er befiehlt stattdessen und schadet damit der Glaubwürdigkeit der gesamten Kirche. Papst Franziskus zog ihn damals offensichtlich nicht umsonst für ein Jahr aus dem Verkehr. Seine zweite Chance der Bewährung hat Woelki schon lange verspielt.“

Nach Ansicht von Wir sind Kirche fällt Kardinal Woelki mit seinen Sonderwegen nicht nur dem Kirchenvolk im eigenen Bistum, sondern der Kirche in ganz Deutschlands in den Rücken. Damit zerstört er willentlich und öffentlich die „Einheit“ der katholischen Kirche Deutschlands. Sein Handeln, seine Taten stehen im eklatanten Widerspruch zu seinen frommen Äußerungen – etwa jüngst, sein Aufruf zur Einheit der Christen. Worte und Taten dieses Kardinals passen nicht zusammen. Sie zeugen vielmehr von einer fehlenden Bereitschaft, sein Amt im Dienst aller Glaubenden zu verstehen und sich in die kirchliche Gemeinschaft einzufügen, was nur im respektvollen Hören aufeinander geschehen kann. Sein Handeln lässt jegliche Demut vermissen. Dass er sich in seiner Kritik nicht der Auseinandersetzung im synodalen Weg stellt, sondern diese per Öffentlichkeit mitteilt, zeigt dass er genau das macht, was er anderen unterstellt, nämlich seine kirchenpolitischen Positionen durchzudrücken.

Wir sind Kirche ruft dazu auf, den Synodalen Weg und seine Ergebnisse, diese vielleicht letzte Chance für die Glaubwürdigkeit der katholischen Kirche Deutschlands angesichts des Missbrauchsskandals, nicht mit Füßen zu treten. Stattdessen gilt es, trotz aller Fehler und Säumnisse diesen begonnen Weg aus der tiefen Kirchenkrise hochzuschätzen, zu hüten und weiter zu entwickeln.

Pressekontakt:

Stefan Herbst, Wir sind Kirche-Köln
stefanherbst100@gmail.com

Christian Weisner, Wir sind Kirche-Bundesteam
Tel: 0172 5184082, E-Mail: presse@wir-sind-kirche.de  

 

 

Zuletzt geändert am 30­.01.2026